Lexikon

Hier werden einige Begriffe erklärt, bisher sind es noch nicht so viel, aber ich ergänze die Liste natürlich auch ab und zu. Wenn du etwas vermisst, dass du gerne hier sehen möchtest, dann schreib mir doch einfach eine eMail.

Begriff Erklärung
 
abseihen Den Inhalt des Shakers durch einen Strainer gießen, damit Eis- und Fruchtstücke nicht in den Drink geraten.
Barsieb siehe Strainer
crushed ice Zerstoßenes Eis.
Man kann es entweder in einem Eiscrusher herstellen, oder mit einem Handtuch und einem Hammer. Dazu wickelt man die Eiswürfel in das Handtuch und schlägt mit dem Hammer darauf.
Es ist zum schnellen Kühlen sehr gut geeignet, weil es durch die vielen kleinen Stücke eine größere Oberfläche hat, dafür verwässert es einen Drink recht schnell. Dadurch ist es bestens geeignet, um im Shaker zu kühlen, aber für Drinks sollte man meistens normales Eis verwenden.
Crusta Eine Salz- oder Zuckerkruste am Glasrand.
Um eine Crusta herzustellen braucht man zwei Untertassen, eine gefüllt mit Zitronensaft und die andere mit Salz bzw. Zucker. Dann wird der Glasrand zuerst in den Saft gehalten, danach in das Salz/den Zucker. Dadurch bleibt die Kruste am Glas hängen. Um farbige Crusta zu machen kann man statt dem Zitronensaft auch Blue Curaçao für eine blaue Kruste oder Grenadine für eine rote Kruste verwenden. Das zuerst die Kruste gemacht wird und erst danach der Drink vorsichtig eingefüllt wird, dürfte ja klar sein...
Dekoration Das Auge trinkt mit!
Jeder Drink hat seine eigene Dekoration, genauso, wie jeder Drink sein eigenes Rezept hat. Zum Beispiel ist ein Mojito ohne Minzezweige kein richtiger Mojito. Genauso gibt es keinen Dry Martini ohne Olive. Andererseits kann auch schlichtes Nichts Dekoration genug sein, bei einem Gin Fizz muss das Sprudeln des Sodawassers reichen. Prinzipiell gilt: weniger ist mehr. Man darf einen Drink nicht überladen, zuviele Köche verderben den Brei.
Als Dekoration werden meistens Früchte verwendet, dazu kann man z.b. Limetten, Zitronen, Orangen, Ananas, Cocktail-Kirschen, Minzezweige und Oliven verwenden. Diese werden dann entweder an den Glasrand gesteckt, mit in den Drink gegeben oder auch auf einem Spieß dazugegeben.
Zur Dekoration gehört aber auch die Wahl des richtigen Glases, ein Cuba Libre aus einem Martiniglas ist schon fast strafbar. Und zu guter Letzt kann man auch beim Drink selbst das Erscheinungsbild beeinflussen, denn es ist ein Unterschied, ob man farblosen Curaçao oder Blue Curaçao verwendet.
Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit hat man bei einem Salz- oder Zuckerrand, der Crusta.
Denn mixen ist mehr als das addieren von Alkoholika.
Eis und Cocktails Es gibt nichts schlimmeres als warme Cocktails! Deshalb sollte jeder Drink irgendwie gekühlt werden. Dabei ist egal, ob man jetzt Eiswürfel oder crushed ice mit in den Drink gibt, die Zutaten vorher gekült oder mit Eis gemixt hat oder ob man den Drink in einem gekühlten Glas serviert. Nur eines darf nicht passieren: Der Cocktail darf bitte nicht warm sein!
Eiscrusher Eine Mühle für Eis um crushed ice herzustellen. Es gibt sie mit einer Kurbel für den Handbetrieb oder mit Elektromotor.
Früchte Früchte werden in Cocktails meistens in zwei Varianten verarbeitet: Als Dekoration oder püriert direkt im Drink. Dann gibt es noch einige Drinks, die in ausgehöhlten Früchten serviert werden, z.B. wird ein Coconut Shell aus einer Kokosnuss getrunken, so etwas ist aber doch eher eine Ausnahme.
Es dürfte sebstverständlich sein, dass das verwendete Obst immer frisch und appetitlich ist.
Limetten Eine Zitrusfrucht, die grün und etwas kleiner als eine Zitrone ist. Sie schmeckt auch säuerlich, hat aber einen intensiveren Eigengeschmack als eine Zitrone. Dadurch ist sie für Drinks besser geeignet als eine Zitrone, notfalls kann man aber auch Zitronen verwenden.
mixen siehe shaken
shaken Man schüttelt die Zutaten im Shaker kräftig durch. Dazu hält man den Shaker horizontal auf etwa Schulterhöhe und schüttelt vor und zurück. Die Schulterhöhe ist nur Show, aber das horizontale Hin und Her hat schon seinen Sinn. Dadurch laufen nämlich die Zutaten und das Eis an der Längsseite des Shakers entlang und dadurch erreicht man die beste Kühlung. Man sollte aber nicht länger als 10 Sekunden schütteln da sonst zuviel vom Eis schmilzt und den Drink verwässert.
Shaker Das zentrale Arbeitsgerät eines Mixers.
Es gibt Shaker in zwei Variationen. Die erste ist dreiteilig und hat im Deckel ein Sieb eingebaut. Diese Version ist für die normale Hausbar meistens völlig ausreichend. Die zweite Variante, der Boston oder Brasilianischer Shaker, ist nur zweiteilig, weil sie kein Sieb eingebaut hat. Zum abseihen braucht man dann ein Abseihsieb. Diese Variante ist aber nur für Könner etwas: Die beiden Teile sind ein großer Becher, meist aus Edelstahl, und ein Glas, die zum shaken ineinander gesteckt werden. Manchmal ist am Glas ein Gummirand, um besser abzudichten, bei guten Boston Shakern ist das aber nicht nötig, da der Becher und das Glas so gut zusammen passen, dass der Shaker auch so abdichtet.
Für den Einsteiger oder den Gelegenheitsmixer (aber bitte nicht verstehen als "mixen bei jeder Gelegenheit" *g*) reicht meist die preiswerte dreiteilige Variante, bei der man sich auch den Strainer spart. Aber wenn man das Hobby Cocktails etwas ernster nimmt, kommt man am Strainer und einem "richtigen" Shaker nicht vorbei, da die eingebauten Siebe der dreiteiligen Shaker sehr schnell verstopft sind.
Sodawasser Ein kohlensäurehaltiges Wasser mit erhöhtem Natriumgehalt. Im Prinzip ist es wie normales Mineralwasser, nur dass ca. 570mg Natrium pro Liter enthalten sind, deshalb schmeckt es ein wenig basisch. Da man es nur schwer auftreibt (z.B. die Firma Schweppes stellt eines her), kann man für die meisten Drinks statt Sodawasser auch normales Mineralwasser nehmen (aber kein stilles!).
Strainer Das Barsieb. Der Strainer wird benutzt, um Fruchtstücke und Eis zurückzuhalten, wenn man den Drink in das Glas gibt (siehe auch abseihen).
Zerstoßenes Eis siehe crushed ice
Zuckersirup Zuckersirup ist süß und hat kaum Eigengeschmack, deshalb ist es hauptsächlich dazu da, um Drinks zu zuckern. Er ist dafür besser als normaler Zucker geeignet, weil der Zucker ja schon gelöst ist.
Man kann ihn herstellen, indem man etwa gleich viel Zucker und Wasser (also z.B. 1kg Zucker auf 1l Wasser) in einem Topf zum Kochen bringt. Die richtige Mischung hat man dann, wenn sich der ganze Zucker noch auflöst, das Ergebnis aber dennoch flüssig ist und freiwillig von Löffeln fließt.

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